Auf in Richtung Wüste

Nach unserer bereits ausführlichen Routen Planung war uns klar…. mmmhhh was war eigentlich klar…. naja wir fliegen in die Mongolei😅 die Route war grob abgesteckt aber genaue Ziele gab es noch nicht so richtig. Die erste Fahrt führte uns zu der wunderschönen abgelegenen „Baga Gazaryn Chulu“ Felsformation. Dort angekommen haben wir uns reichlich bekocht und den späten Abend genossen.Unsere erste Nacht im Dachzelt haben wir wie zwei Babies schlummernd und völlig kaputt genossen. Ein richtig cooles Ding so ein Dachzelt ! Es ist super fix auf und abgebaut und innen ist es super luxuriös😍

Zugegeben so sah es nicht in der ersten Nacht aus😉Am Morgen des 2. Tages 18.08.2019 versuchten wir etwas Ordnung in unser Chaos im Auto zu bringen. (Das war eher Carinas Steckenpferd). Nachdem wir Ordnung und Sauberkeit hergestellt hatten und gerade abfahren wollten bekamen wir Besuch von einem mongolischen Bauern.Der war völlig begeistert von unserem Auto! Und obwohl wir uns so gut wie überhaupt nicht verstanden haben, also gar nicht, 0. Mit Händen und Füßen ging es doch. Hendrik bot ihm einen schnell wieder herbeigebrachten Stuhl an, denn der „Ung“ war nicht mehr der fitteste. Brauchte er aber auch nicht sein, denn er hatte ein schickes Moped, mit dem er durch die Steppe Ginghes Khans brettern konnte und seine „Urug“ (Kühe) hütete. Das muss man sich etwas differenzierter als bei uns in Europa vorstellen, denn die 50 Kühe sind über Kilomter große Gebiete verteilt. Zu Fuß würde da eh nichts gehen. Dann zeigte er uns stolz sein Fernglas, was in ein Tuch eingewickelt war und ganz vorsichtig im mongolischen Gewand verpackt war. An Ung roch alles nach Natur und Vieh, ihn störte es gewiss nicht, denn er war es gewohnt. Seine Leder gefärbte Haut zeigte die viele Tage der Extreme. Extremer Hitze, extremer Kälte, extremem Wind, extreme Trockenheit. Ob wir das wohl auch noch erfahren? Es war schon am 2. Tag eine wundervolle Erfahrung. Nach unserem „Plausch“ (oder wie man es eben so nennen möge mit unserem begrenzten Vokabular) mit Ung, schwang er sich auf sein Motorrad und rauschte zurück zu seiner Jurte, die am Horizont zu erkennen war.Nachdem wir nun unsere ersten Kilometer Richtung Süden begonnen haben, führte uns zu Beginn des 2. Tages unsere Route vorbei an wundervollen Felsformationen „Baga Gazaryn Chulu“Hier haben wir ausgiebig den ersten Teil des Tages verbracht. 14 Uhr starteten wir unsere nächste Etappe Rictung Süden, um Dalandsadgad näher zu kommen. Die Haupstraße Richtung Süden war relativ gut ausgebaut, dennoch gab es teilweise Ecken, wo es uns kurzer Hand durch die Steppe führte. Viel Verkehr gab es nicht, aber Aufpassen auf die Schlaglöcher war unabdingbar. Kurz entspannt und…“ KRACH SCHEPPER POLTER“ wieder eins gefunden🙈-das macht man ein bis zwei mal, dann schaut man noch genauer als man es eh schon tut! Gegen 19 Uhr schlugen wir unser Lager an einem vertrockneten Flusslauf auf und wir fühlten uns bei warmen Wind der Wüste schon viel näher.Nach einer stürmischen Nacht ging es weiter nach Süden, dem Tor zur Wüste Gobi entgegen – Dalandsadgad.Dort angekommen tankten wir nochmal voll und füllten unsere kaum verbrauchten Vorräte dennoch auf.
Da noch etwas Zeit geblieben ist und der letzte Teil der Strecke wahrhaftig großartig ausgebaut und mit einer Maute von sage und schreibe 1000 Turgik (30Cent) heftig belegt war, konnten wir heute noch die Yolyn Am, die Geierschlucht, besuchen. Das ist eine DER mongolischen Sehenswürdigkeiten! Also konnten wir diesen Programmpunkt nicht entgehen lassen. Am Nationalpark der Geierschlucht angekommen ging es noch 10km Offroader von 1500 auf einen 2400 Meter hohen Pass, um in die Schlucht zu gelangen.Wir sagen euch hier in der Mongolei gehen komische Dinge vor. Fast 75% fahren hier Toyota Prius oder einen anderen Hybrid. Das ist ja prinzipiell voll löblich das sie so ökologisch unterwegs sind, dennoch sind diese Autos weder günstig noch offroadtauglich. Und ratet mal was die damit machen!? Richtig Offroad fahren😳 nicht nur einer, nein alle! Denn außer auf der einen Hauptstraße und in Ulan Bator gibt es so gut wie keine befestigte Straße. Wir haben schon diverse Theorien entwickelt. Entweder Toyota „verschrottet“ die japanischen Autos in der Mongolei… (alle Hybrid sind Rechtslenker obwohl normal gefahren wird wie bei uns) oder Toyota macht Offroadstudien mit Hybridautos… wer weiß. Wir werden euch diesbezüglich informiert halten.Angekommen in der Geierschlucht machten wir eine kleine Wanderung und bekamen nun das erste mal mit, dass wir nicht die einzigen Touristen waren. Extrem viele Chinesen, die ja praktisch um die Ecke wohnen und dann diese skurrilen und überall auftretenden Europäer, zu welcher Gattung wir uns auch zählen. Es waren schöne Eindrücke und wir genossen die Bewegung außerhalb unseres nicht Hybrid aber Toyota 😉(@Toyota aufgrund der erhöhten Werbung nehmen wir großzügige Spenden für unsere Reisen sehr gerne entgegen).Die Nacht verbrachten wir auserhalb der Geierschlucht an einem wunderschönen Fleckchen Erde.

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