Die Rückreise Richtung Ulan Bator beginnt

Tag 15, der 31.08.2019. Ihr werdet euch wundern, warum ich heute schon über eine Rückreise anfange zu schreiben, obwohl wir doch noch einiges an Zeit hier im Land haben. Naja, das ist relativ einfach zu beschreiben. Es sind noch stattliche, geschätzte 1000km zurück bis Ulan Bator und aus unseren voran gegangenen Erzählungen wisst ihr, dass vieles von den Straßen abhängt. Unsere Gebete und Göttergaben an die Natur (alte Speisereste werden grundsätzlich feierlich der Natur und den Göttern übergeben🥖🍲🍜🍅🍎🍚 😂) sind immer für gute Straßen. Gestern hatten wir ja trotz der Hoffnung auf befestigte Wege kein Glück, aber mit etwas Glück geht es ab Murun dann asphaltiert weiter.

Bevor es allerdings los geht steht heute erstmals die Autopflege auf dem Programm. Wir versuchen etwas Wüstensand, Steppenstaub und Schlamm loszuwerden.

Kleiner Vorher-Nacher-Vergleich😉Und keine halbe Stunde später glänzt er wie neu… nunja fast. Mal sehen wie lange das so bleibt.Dann ging es zunächst die letzten 50 km offroad bis nach Murun. Dort angekommen haben wir noch einmal unsere Vorräte aufgefüllt. Sofern man in „großen“ Städten ankommt, gibt es wirklich Vieles zu kaufen, aber am meisten Süßigkeiten. Von der beliebten Letschosoße gibt es hier im „Kaufland“ bestimmt 10 verschiedene Anbieter. Nur dort hört es dann eben mit den Soßen, bis auf Tomatensoße, auch schon auf. Also wir essen wirklich jeden Tag Reis oder Nudeln mit einer tomatenhaltigen Soße… manchmal eben noch mit Thunfisch verfeinert. Das ist dann schon ein echter Leckerbissen und eine nette Abwechslung :D.

Aber zugegeben, diese Läden gibt es nur in den größeren Städten. Auf dem Land und in den kleinen Supermärkten gibt es nur eine winzige Auswahl, die zum größten Teil für die GRUNDversorgung auch reicht, aber im Rahmen des Wandels in der Mongolei muss es natürlich auch Highlights und etwas für die wohlhabendere Schicht geben.Ab jetzt sollte die Straße besser werden. Und das wurde sie auch zur Freude Aller😊

Am Abend fanden wir wieder einen der schönen Flüsse, die es hier im Norden definitiv öfter gibt.Es kamen uns auch noch ein paar Einheimische besuchen. Scheinbar hatte es sich rumgesprochen, dass zwei Europäer aus Germana mitten in der wunderschönen Pampa am Fluss campen. Und wieder einmal hieß es, sich mit Händen und Füßen zu verständigen. Obwohl die Mongolen wissen, dass wir nichts verstehen, plappern sie trotzdem immer lustig und froh weiter. Uns bleibt also mal wieder nichts anderes übrig, als nett zu lächeln und immer fein zu nicken, so als hätten wir irgendwas verstanden. Schade, dass wir kein russisch können, dass hätte uns bestimmt an der ein oder anderen Stelle geholfen. Aber so muss es auch gehen und das tut es auch 🙂

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Tag 16, der 01.09.2019, die Marathon-Etappe.Willkommen zu unserer längsten Etappe der Reise. Wie ihr ja bereits gemerkt habt und die Karte (oben im Beitrag) fleißig studiert habt, ist euch gewiss aufgefallen, dass wir das große Wasser im Norden der Mongolei ausgelassen haben. Naja das hat zwei Gründe. 1. Wir sind uns der Strasenverhältnisse zum See nicht klar gewesen und die Zeit rückt unaufhörlich weiter. Kurzum wir waren uns nicht sicher, ob es zeitlich noch ins Programm passt, ohne dass es in großem Stress endet. Und 2. unsere gefahrenen Kilometer für das Mietauto sind auch bereits fast am Ende. Wir buchten das Auto inklusive 3000km, was wir bei Weitem heute schon überschreiten werden. Und um die Mehrkilomter in Grenzen zu halten, entschlossen wir uns den Chuwsgu Nuur, welcher der größte Süswassersee der Mongolei ist, auszulassen. Er ist praktisch der jüngere Bruder des Baikalsees, welcher 196 km nordöstlich liegt und auch von ihm gespeißt wird. Es soll außerdem wunderschöne Landschaften geben und extrem klares Wasser in ihm fließen. Schade, aber beim nächsten Mal steht der 136 km lange und 30 km breite See mit auf der To Do Liste.

Also entschlossen wir uns heute etwas km zu machen um später im Reiseverlauf am Kloster Amarbajasgalant nochmal einen Ruhetag mit Spaziergängen und abchillen einzulegen.

Also auf geht’s ein weiteres mal durch die wunderschöne Mongolei.

3 Kommentare zu „Die Rückreise Richtung Ulan Bator beginnt

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